Susanne Ullerich Film

2003

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Die Raststätte Michendorf ist eine der letzten Stationen in der neonblinkenden Plastikwelt auf Deutschlands Autobahnen ca. 50 Kilometer vor Berlin, gebaut in den Zeiten der Reichsautobahn, gelegen an der A9.

Michendorf glänzt nicht durch austauschbare Tankstellen- und Fastfoodwerbung, sondern durch seine backsteinrot zementierte Geschichte.

Es ist ein Film über das Arbeitsleben der Menschen auf einer Raststätte und über deren Alltag.
Einen Alltag, den wir nur in der Pinkelpause mitbekommen oder bei einem kurzen Halt für einen Kaffee. Wir können wieder weiterfahren. Die Leute, die dort arbeiten, bleiben.

Michendorf deswegen, weil die Angestellten dort nicht nur eine Geschichte haben, sondern zwei: ihre Persönliche und die von Deutschland. Von der Miefigkeit der sechziger Jahre gepaart mit Sozialismus und Stasi, als Intershop-Einkaufs-Treffpunkt, bespitzeltes “DDR-Gourmetrestaurant” zur modernen Selbstbedienung mit Tiefkühlkost und Pepsi-Light.

Mit der Unklarheit über ihre Zukunft –die Raststätte gegenüber und einige andere- sind bereits von Ketten übernommen oder verschwunden, harrt die Besatzung von Michendorf, der Dinge, die da kommen.

(Stand 2003)Michendorfsomething

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